Der Spiegel als moralisierender Corona-Profiteur

In der Online-Ausgabe des Magazins DER SPIEGEL findet sich ein Artikel über das Unternehmen Trigema, welches in der aktuellen Krise auf die Produktion von Atemschutzmasken umgestellt hat. Untertitel des Beitrags:

"Wolfgang Grupp produziert jetzt auch Mundschutze - für 120 Euro den Zehnerpack. Die sollen nicht nur Menschen schützen, sondern auch seine Firma."

Subtil verurteilend wird über den Unternehmer Wolfgang Grupp berichtet, der seit Jahrzehnten ausschließlich in Deutschland produziert, Arbeitsplätze schafft, und jetzt natürlich alles tut, diese Arbeitsplätze zu erhalten.

Angesichts des Tenors dieses Artikels erscheint es da umso verwunderlicher, dass ein weiterer Artikel mit dem Titel

"Wie jeder seine Atemwege und sein Immunsystem stärken kann"

vom Spiegel nur im Bezahl-Abo verfügbar gemacht wird. Wäre es nicht angebracht, Informationen zur Gesunderhaltung in diesen Krisenzeiten kostenlos zur Verfügung zu stellen? Dazu beizutragen, dass Menschen seltener ernsthaft erkranken - ohne daran zu verdienen?

Die USA sind nicht in vielem Vorbild, was das Handling dieser Krise anbelangt. Aber die New York Times zum Beispiel schaltet alle Corona-relevanten Artikel für jedermann frei. Weil valide Informationen zum Thema, die wichtig sind und Leben retten können, für alle Bürger frei zugänglich sein sollten.

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